Knochenaufbau

Für den festen Sitz und die langfristige Haltbarkeit eines Implantates ist das Vorhandensein von ausreichend Knochensubstanz entscheidend. Der Kieferknochen bildet sich jedoch zurück, wenn er nicht mehr belastet wird – also z. B. in einer Zahnlücke oder unter einer herkömmlichen Brücke oder Prothese.

Knochenaufbau für festen Halt von Zahnimplantaten, Hamburg
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Doch auch bei einem Knochenrückgang kann in den meisten Fällen eine Implantatversorgung erfolgen, wenn wir zuvor einen Knochenaufbau durchführen. Dazu nutzen wir körpereigene Knochensubstanz, damit das Risiko für eine Abstoßungsreaktion so gering wie möglich ist. Das Material wird in den Kiefer eingebracht und vom Körper nach und nach durch neugebildeten Knochen ersetzt.

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Verbesserte Knochenqualität durch Eigenbluttherapie

Mithilfe der Eigenbluttherapie (PRF) können wir nicht nur den Heilungsprozess nach dem chirurgischen Eingriff beschleunigen, sondern auch die Knochenqualität und die Einheilung des Implantats verbessern.

Knochenaufbauverfahren im Überblick:

Mit einem Sinuslift erhöhen wir den Knochen im seitlichen Oberkiefer. Dazu heben wir die innere Auskleidung der Kieferhöhle, die Kieferhöhlenschleimhaut, leicht an und füllen den entstandenen Hohlraum mit Knochenmaterial auf.

Mit dem Bone-Spreading verbreitern wir einen zu schmalen Kieferkamm, indem wir ihn im betreffenden Abschnitt leicht auseinanderdrücken. Der entstehende Spalt wird mit Knochenmaterial aufgefüllt.

Ist ein Kieferabschnitt insgesamt deutlich zu schmal oder zu niedrig, entnehmen wir an einer anderen Stelle des Kiefers einen kleinen Knochenblock und fügen ihn an der gewünschten Stelle ein. Dort wird er mit kleinen Schrauben befestigt.

Bei der Distraktionsosteogenese wir der Kieferknochen in einen oberen und einen unteren Abschnitt getrennt. Der Spalt wird mithilfe einer kleinen Schraube kontinuierlich erweitert. In den Spalt wächst körpereigene Knochensubstanz ein – es wird kein Knochenmaterial eingefügt.

Auch im Rahmen der Peri­implantitis­behandlung kann ein Knochenaufbau erforderlich sein.